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Notfallplan / Krisenleitfaden

Wenn ein Kind oder Jugendlicher auf dich zukommt und von Grenzüberschreitungen, Übergriffen oder sexualisierter Gewalt berichtet, Vermutungen oder einen konkreten Verdacht äußert, halte dich an folgende Schritte (Wenn du selber Beobachtungen, Vermutungen oder einen konkreten Verdacht hast, beginne mit Schritt 3):

1. Zuhören und ernst nehmen

Höre aufmerksam zu. Signalisiere, dass es o.k. ist, über das Erlebte zu sprechen.
Es kann sein, dass dir zunächst nur ein kleiner Teil erzählt wird.
Akzeptiere, wenn der/die Betroffene nicht weitersprechen will.
Glaube ihm/ihr und nimm ihn/sie ernst. Spiele nichts herunter.
Versichere, dass er/sie keine Schuld an dem Erlebten hat.

2. Weiteres Vorgehen mit dem/der Betroffenen klären

Behandle das Gespräch vertraulich, aber mach deutlich, dass du Unterstützung und Rat holen wirst. Beziehe ihn/sie Alters angemessen mit ein und informiere ihn/sie über dein weiteres Vorgehen. Verspreche nichts, was du nicht halten kannst (z.B. niemandem davon zu erzählen). Sorge dafür, dass er/sie sich nicht ausgegrenzt oder bestraft fühlt (z.B. durch Sonderbehandlung, Heimschicken).

3. Sachverhalt dokumentieren

Protokolliere genau und zeitnah, was dir berichtet wurde bzw. was du gehört oder gesehen hast. Vermeide eigene Interpretationen. Im Fall eigener Vermutungen überlege, auf welchen Beobachtungen diese beruhen und dokumentiere entsprechende Anhaltspunkte.

4. Rat und Unterstützung holen

Wende dich an eine Vertrauensperson, die verantwortliche Leitung, eine/n pastoralen Mitarbeiter/-in, Jugendreferent/-in und/oder direkt an die diözesane Hotline oder eine andere Beratungsstelle. Auch wenn du unsicher bist, ob deine Vermutung berechtigt ist, können Fachkräfte dir helfen, deine Beobachtungen zu sortieren. Sie beraten dich, welche Schritte als nächstes sinnvoll sind und welche Stellen informiert werden müssen.

Diözesane Hotline 08421-50500 kontaktieren

Du kannst dich jederzeit an die diözesane Hotline  wenden, egal ob Vermutung oder konkreter Verdacht und unabhängig von der beschuldigten Person (hauptberuflich, ehrenamtlich, kirchlich, privat).

Weitere Beratungsstellen:

 

Beachte allgemein:

Bewahre Ruhe. Überstürze nichts. Stelle keine eigenen Nachforschungen an. Kontaktiere auf keinen Fall den oder die Beschuldigte/-n. Bringe nichts an die Öffentlichkeit. Opferschutz steht an erster Stelle. Hole dir dazu Hilfe und Unterstützung.

Prävention sexualisierter Gewalt

Präventions-Hotline der Diözese Eichstätt: 08421/50-500

Weitere Beratungsstellen:
www.hilfeportal-missbrauch.de